Eine 80 jährige Patientin M. W. wird von ihrem behandelnden Internisten zur Herzkatheteruntersuchung zugewiesen. Sie weist ein Risikoprofil bezüglich Atherosklerose auf, nämlich eine arterielle Hypertonie und eine Hypercholesterinämie. Im Ruhe-EKG besteht ein linksanteriorer Hemiblock und unter Belastung kommt es zu einer gehäuften supraventrikulären Extrasystolie, jedoch keine signifikanten Endstreckenveränderungen.
Nebenbefundlich berichtet sie in der Anamneseerhebung Schmerzen im Bereich der rechten Hüfte beim Gehen – es wird wohl eine Abnützung des Hüftgelenks, eine Coxarthrose sein, meint sie.
Bei der körperlichen Untersuchung fällt ein deutlich abgeschwächter Puls an der rechten Leiste auf. Es wird daraufhin die Katheteruntersuchung von der linken Leiste aus nach Judkins-Technik durchgeführt, eine relevante KHK liegt nicht vor. Bei der anschließenden Darstellung der rechten Arteria Iliaca zeigt sich ein subtotaler kollateralisierter Verschluß der Iliaca communis rechts unmittelbar nach der Bifurcation.
Der Verschluß läßt sich von links aus antegrad passieren und mit einem 5,0 mm Ballonkatheter dilatieren. Anschließend wird von der rechten Leiste aus ein 6,0 mm Durchmesser 18 mm langer Ballonexpandierender Stent ohne Probleme platziert. Beide Leisten werden mit einem Sealing Device versorgt und die Patientin 3 Stunden nach dem Eingriff mobilisiert.
Die Patientin wird medikamentös mit 100 mg ASS dauerhaft und 75 mg Plavix für 6 Monate behandelt, bei einer klinischen Kontrolle berichtet sie, daß die Schmerzen im Bereich der rechten Hüfte verschwunden sind.
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Hochgradige Stenose A. iliaca communis rechts |
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Ballondilatation von linker Leiste |
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Stentimplantation von rechter Leiste |
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Ergebnis nach PTA und Stent |
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